Das Spiel des Lebens

Das Spiel, es ist gemein,
so gebe ich dir den Rat, lerne,
sonst bist du bald allein.
Die Trauer dringt aus der Ferne,
ganz schnell zu dir herbei.
Die Regeln musst du lernen,
sonst ist es bald vorbei.
Erst wenn die Sterne,
ihren Glanz verlieren,
erst dann wirst du begreifen,
erst dann wirst du kapieren,
Du musst die Waffen schleifen,
dich zum Kampf begeben,
dich dem Tode stellen.
Zum letzten auch das Leben
aus hauchen und dein Schrei wird gellen,
Durch Finsternis und Licht.
Alle Hoffnung fährt hin fort,
bis ein Dämon zu dir spricht,
an diesem weit entferntem Ort.
„Nimm dein Schicksal an,“
Du wirst dich nicht mehr wären.
„Denn nun bist auch du dran.“
So wird dich das Leben lehren,
das Spiel zu meiden.
So wird Bescheidenheit zur Tugend,
denn sonst wirst du am Ende leiden,
und so vergeht Kindheit und auch Jugend.
Es bleibt allein ein Traum,
du warst auserkoren.
Doch zurück bleibt nur der lehre Raum,
denn du hast nun verloren.

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