Faire Kleidung

1. Einleitung in das Thema faire Kleidung

Die Textilindustrie gehört zu einem der weltweit größten Umweltverschmutzer.

Dabei gibt es durchaus Alternativen. Biologisch angebaute Baumwoll-, Seiden-, Leinen- oder Hanfstoffe, umweltfreundliche Textilfarben, ökologische und faire Produktionsmethoden.

Jedoch wird es auch immer schwieriger fair und umweltfreundlich einzukaufen. Denn umso mehr es unfaire und umweltschädliche Kleidung gibt, um so mehr nehmen auch die Öko-Gütesiegel zu und es wird immer schwieriger heraus zu finden, welche der Öko-Gütesiegel was bedeuten und ob sie “echt“ sind.

Kleider müssen Etiketten erhalten aus was für Materialien sie bestehen. Doch schon das kleine Schildchen auf dem 100% Baumwolle steht, kann aus Polyester bestehen und sagt nichts darüber aus, woraus die Garne, mit denen die Kleidungstücke zusammen genäht worden sind oder die dazu gehörenden Knöpfe und Zierperlen bestehen.

Wer sich ganz sicher sein will, dass seine Kleidung umweltfreundlich und fair ist, sollte sich an das IVN Öko-Gütesiegel des Arbeitskreises Naturtextil e.V. halten.

Das Gütesiegel dürfen nämlich nur Kleider tragen, die garantiert aus Naturfasern aus biologischem Anbau und artgerechter Tierhaltung stammen. Der Kleidung dürfen bei der Veredelung keine synthetischen Farbstoffe zugeführt werden. Außerdem darf die Kleidung weder chemisch aufgewertet werden, noch darf sie irgendwelche Schadstoffe enthalten und sie muss biologisch abbaubar sein. Kleider mit dem IVN Siegel müssen unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Der IVN hält sich an die Charta-Richtlinien, die seit 1995 ein Verbot für Kinderarbeit und Mindestlöhne sowie soziale Bedingungen bei der Herstellung beinhalten.

Einige Firmen arbeiten außerdem an Möglichkeiten zum Recycling der schwer verrottbaren Chemiefasern.

Besonders umweltschädlich ist der Anbau von Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen und Seide, wenn sie nicht ökologisch angebaut werden. Da sie mit großen Mengen an Insektiziden und Pflanzenschutzmitteln bespritzt werden. Vor allem Baumwolle ist in dem Punkt sehr umweltschädlich. Sie wird in großem Monokulturen angebaut, ist sehr kälteempfindlich und anfällig gegen Schädlingen.

Baumwolle wird in Indien, China und den USA sowie in Afrikas angebaut.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was es uns ausmachen soll, wenn die Textilindustrie Giftstoffe in die Umwelt entlässt und vor allem merken wir ja erst mal nichts davon. Doch kommen die Giftstoffe auch bis zu uns. Einmal über unsere Kleidung und auch über unsere Nahrung. Die Gifte, die in unserer Kleidung bleiben, können für Allergien und Haut- sowie Atmungskrankheiten sorgen.

Aber das ist ja nicht das einzige, was wir von den Giftstoffen mitkriegen. Einmal natürlich leiden die Arbeiter und Arbeiterinnen unter den Giften, die bei der Produktion von unserer Kleidung entstehen. Sie werden krank, sterben früh, bekommen behinderte Kinder, die ebenfalls krank werden und früh sterben. Aber davon bekommen wir ja im allgemeinem wenig mit.

Dann gibt es auch noch die Tiere, die darunter leiden, dass die Textilindustrie ihre Abfälle und Giftstoffe in die Meere entlässt. Besonders die Fische und Vögel leiden unter den im Meer treibenden Giftstoffe.

Jedoch kommen die Giftstoffe auch schneller als gedacht auf unseren eigenen Teller. Über das Grundwasser und die Nahrungskette kommen immer wieder Giftstoffe bis zu uns, wir trinken und essen sie. Pflanzen nehmen die Giftstoffe im Grundwasser auf. Einmal vergiften wir also mit unserem Kleidungswahn unsere Umwelt und andere Lebensformen (Tiere, Pflanzen), aber auch uns selbst. Viele unserer Krankheiten und Allergien stammen von den Giftstoffen, die wir unwissentlich über unsere Umwelt aufnehmen.

2. Was ist faire und gesunde Kleidung?

Nun stellt sich natürlich die Frage, was ist faire und gesunde Kleidung eigentlich? Und was ist so falsch daran einfach weiter bei H&M einzukaufen? Das will ich hier noch einmal erklären.

Das Biobaumwolle für uns gesünder ist als Polyester weiß mittlerweile fast Jeder. Das es jedoch auch wichtig ist, wie die Kleidung hergestellt wird, sprach sich erst in den letzten Jahren herum. Mittlerweile ist bekannt, dass allein in den Jahren 2006 und 2010 550 Fabrikarbeiterinnen gestorben sind. Am 24.11.2012 starben bei einem Fabrikbrand 100 Arbeiterinnen und bei einem anderemBrand in Karatschi in Pakistan starben weitere 259 Menschen.

Faire Trade bedeutet fairer Handel. Der faire Handel garantiert eine ökologisch korrekte Produktion und Lieferung. Alle Rohstoffe bis hin zum Endprodukt werden dabei unter menschenwürdigen Bedingungen verarbeitet und angemessen entlohnt. Fair-Trade-Organisationen legen Mindestpreise für bestimmte Produkte fest, die über die Marktpreise angesetzt sind. Dadurch wird für die Erzeuger in ärmeren Ländern ein beständiges und besseres Einkommen als unter herkömmlichen Handelsbedingungen gewährt. Die Produzenten sollen im Gegenzug die Einhaltung von weltweiten Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards sichern. Dazu wird außerdem die Entstehung von langfristigen Partnerschaften zwischen Produzenten und internationalen Händlern angestrebt.

Faire Trade Kleidung kann man an dem Faire Trade Siegel erkennen (oben im Text).

Gesunde Mode ist zuallererst biologisch angebaut und ökologisch abbaubar. In gesunder Mode sind keine Giftstoffe und Chemikalien. Sie wird aus natürlichen Materialien wie Wolle, Baumwolle, Hanf, Seide oder Leinen hergestellt. Von gesunder Mode kann man nicht krank werden oder Allergien bekommen.

Außerdem haben natürliche Materialien wie Wolle, Hanf oder Seide den Vorteil, dass sie den Körpergeruch nicht annehmen. Dies wiederum bedeutet, dass man die Kleidung nicht so schnell waschen muss, wie beispielsweise Kleidung aus Polyester, die bereits nach wenigen Stunden anfängt zu stinken. Kleidung aus Wolle, Hanf oder Seide muss man auch, wenn sie leicht riecht nicht direkt waschen, sondern kann sie erst mal auslüften und man wird sehen, dass sie nicht mehr müffelt. Das wiederum sorgt für einen geringeren Wasserverbrauch im Haushalt.

3. Wo bekommt man faire und gesunde Kleidung?

Jetzt ist natürlich die Frage, wo bekomme ich Ersatz, wenn ich nicht bei H&M oder anderen Kleidungskonzernen einkaufen will. Wo bekomme ich fairen und gesunden Ersatz, wo ich weiß, dass die Arbeiter nicht ausgebeutet werden und die Materialien umweltfreundlich angebaut werden? Also habe ich mich kundig gemacht und eine Liste mit Faire Trade Marken aufgestellt.

ArmedAngels – Fair Trade, vegane Mode

People Tree – Fair Trade Mode

Stanley & Stella – Fair Trade Mode

Greenality.de – Online Shop

Living Crafts – Fair Trade Mode

Strenesse.com – Online Shop

Und viele mehr auf http://www.fairtradekleidung.org/

oder http://www.ecotopten.de/textilien/kleidung/kauftipps-fuer-kleidung

Faire und ökologische Kleidung bekommt man außerdem im Waschbär und Hessnatur.

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